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Der aussagenlogische Schluss
(Aussagenlogik Kapitel 7.1)Weitere Themen dieses Kapitels
Erinnern wir uns:
Wir haben den Schlussfolgerungsoperator |= eingeführt.
Eine Konklusion γ ist genau dann eine logische Konsequenz aus einer Menge von Prämissen Γ, wenn sie vernünftigerweise aus diesen folgt.
D.h. die Schlussfolgerung (oder auch logische Konsequenz) bezeichnet den inhaltlichen Zusammenhang zwischen Prämissen und Konklusion: sie ist genau dann gültig, wenn es unmöglich ist, dass die Prämissen wahr sind, die Konklusion jedoch falsch ist.
Diesen Zusammenhang kann man formal wie folgt ausdrücken:
Die Formelmenge auf der linken Seite des Schlussfolgerungsoperators entspricht der Konjunktion ihrer Elemente:
besteht Γ also z.B. aus γ1, γ2, ..., γn, entspricht dies γ1&γ2&...&γn.
Da die leere Konjunktion per Definition immer zu wahr evaluiert, entspricht |=γ (also Γ|=γ für eine leere Menge Γ) T|=γ. D.h. γ ist gültig (eine Tautologie).
In den nächsten Kapiteln
Wir haben den Schlussfolgerungsoperator |= eingeführt.
Wir schreiben Γ|=γ um den logischen Schluss auszudrücken. Γ bezeichnen wir als Prämissen, γ als Konklusion.
Eine Konklusion γ ist genau dann eine logische Konsequenz aus einer Menge von Prämissen Γ, wenn sie vernünftigerweise aus diesen folgt.
D.h. die Schlussfolgerung (oder auch logische Konsequenz) bezeichnet den inhaltlichen Zusammenhang zwischen Prämissen und Konklusion: sie ist genau dann gültig, wenn es unmöglich ist, dass die Prämissen wahr sind, die Konklusion jedoch falsch ist.
Diesen Zusammenhang kann man formal wie folgt ausdrücken:
γ ist genau dann eine logische Konsequenz der Formelmenge Γ, wenn Mod(Γ) ⊆ Mod(γ).
Ist γ eine logische Konsequenz der Formelmenge Γ, so ist Γ|=γ (semantisch) gültig.
Ist γ eine logische Konsequenz der Formelmenge Γ, so ist Γ|=γ (semantisch) gültig.
Beispiel - Der logische Schluss
Betrachten wir einen Ausschnitt aus der Wumpus-Welt:
Nehmen wir an, die Formelmenge Γ besteht aus folgenden Formeln:Wir wollen zeigen dass wir daraus
- γ1=luftzug_b1->falle_c1|falle_b2
- γ2=!luftzug_a2->!falle_b2&!falle_a3
- γ3=luftzug_b1
- γ4=!luftzug_a2
logisch schließen können, dass also Γ|=γ gültig ist.
- γ=falle_c1
Betrachten wir γ3 und γ4 sehen wir sofort, dass jedes Modell von Γ folgendes erfüllen muss:Betrachten wir nun γ2, so sehen wir, dass jedes Modell von Γ weiters folgendes erfüllen muss (da I(luftzug_a2)=0):
- I(luftzug_b1)=1
- I(luftzug_a2)=0
Aus der bisherigen Bestimmung der Interpretation und γ1 folgt, dass jedes Modell von Γ auch folgendes erfüllen muss:
- I(falle_b2)=0
- I(falle_a3)=0
- I(falle_c1)=1
Γ hat also nur 1 Modell - d.h. die Menge der Modelle hat nur ein Element:
- Mod(Γ) = { m1 = {luftzug_b1→1, luftzug_a2→0, falle_b2→0, falle_a3→0, falle_c1→1} }
Betrachten wir nun γ, so sehen wir, dass m1 auch ein Modell von γ ist. Somit gilt
- Mod(Γ) ⊆ Mod(γ)
Γ|=γ ist also (semantisch) gültig
besteht Γ also z.B. aus γ1, γ2, ..., γn, entspricht dies γ1&γ2&...&γn.
Da die leere Konjunktion per Definition immer zu wahr evaluiert, entspricht |=γ (also Γ|=γ für eine leere Menge Γ) T|=γ. D.h. γ ist gültig (eine Tautologie).
In den nächsten Kapiteln
- wollen wir die wichtigsten Eigenschaften des aussagenlogischen Schlusses (die Monotonieeigenschaft, das Deduktionstheorem und das Widerlegungstheorem) anführen und
- betrachten eine semantische Methode um die Gültigkeit eines Schlusses festzustellen.
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